
Lecture Ten Years after 9/11
Antidesinfo
Habe folgenden Text von der Seite Metronaut kopiert, er spricht mir aus der Seele. Danke an den Autor, ein Mitreisender. Eine andere Welt ist möglich!Heute vor zehn Jahren reiste ich mit zwei Freunden, einem mir unbekannten angehenden Doktor und einem Punk nach Italien ein. Wir hatten das Auto der Eltern des Freundes geliehen, ihnen erzählt, dass wir nach Frankreich an den Strand fahren. Stattdessen waren wir auf dem Weg nach Genua. Das Auto tarnten wir mit Wackelelvis, schlechter Schlagermusik, Strandmatten, Flossen, Schnorchel und einer Ausgabe der “Bunte” auf dem Armaturenbrett. Wir sahen aus wie die letzten Touristen als wir an der Grenze ankamen mit unserer Schlagermusik. Lächerlich hässliche Schirmmützen versteckten die Irokesen von zweien der Mitfahrer. Der italienische Grenzbulle schaute hinein, fragte wo wir hinwollen. “Nach Rimini!”. Er wünschte uns eine gute Fahrt und ließ uns weiterfahren.
Vieles in der Erinnerung verschwimmt, aber es bleibt doch so klar vor Augen, was damals geschah. Ich erinnere mich an die unglaubliche Atmosphäre am Vorabend der großen Proteste als 80.000 junge Menschen auf der “Flüchtlingsdemo” durch die Stadt zogen. Dieses Gefühl, dass uns nichts stoppen könne, dass wir morgen endlich die Welt ändern und diese acht Arschlöchern, die sich dort trafen, um eine ungerechte Welt zementieren, aus Genua vertreiben würden. Ich erinnere mich, wie wir eine etwa 100 Meter lange Treppe hochliefen mit vielen Demonstranten und irgendwer anfing, die “Internationale” auf englisch zu singen. Und auf einmal stimmten hunderte andere in ihren Sprachen ein. Mir läuft jetzt noch ein Schauer über den Rücken, wenn ich daran denke.
Dann der nächste Morgen. Am Treffpunkt der Basisgewerkschaft COBAS, wo sich auch “die Autonomen” treffen sollten. Ich hatte in meinem Leben noch nie soviele vermummte Demonstranten, Helme, Knüppel gesehen. Irgendwann ging es los, Banken wurden entglast und angezündet. Ich erinnere mich an den schwarzen Block, mit dem wir mitgingen, weil wir junge kleine Autonome waren und das spannend fanden. Ich aß geplünderten Parmensankäse und wunderte mich, warum denn eigentlich die Polizei seit zwei Stunden gegen diese 500-1000 Leute, die marodierend durch die Stadt zogen, einfach gar nicht vorging. Dieser schwarze Block zog nicht in Richtung Rote Zone, sondern bog ab in einen anderen Stadtteil. Dann wollten irgendwelche schwarz Vermummte auf einem Parkplatz ein kleines altes kleppriges verbeultes Dreirad anzünden, gossen Benzin in die eingeschlagene Scheibe. Ein Mensch, der heute irgendwo Doktor an einer Uni ist, und ich, gingen mit unseren Wasserflaschen hin und löschten. Wir wurden mit Dachlatten von irgendwelchen Arschlöchern daran gehindert. Heute weiß ich, dass dieser schwarze Block – von Agents Provocateurs durchmischt – der italienischen Regierung die Bilder lieferte, die ihr brutales Vorgehen gegen die Globalisierungsbewegung rechtfertigten sollte.
Wir liefen zurück Richtung Rote Zone und direkt in die Demo der Tute Bianche hinein. Diese Bewegung hatte schon im Vorfeld für Furore gesorgt: mit weißen Overalls, Schienbeinschützern aus Isomatten, Helmen, Gasmasken und allerlei Schutzausrüstung war es ihr Ziel, gewaltfrei aber militant in die Rote Zone vorzudringen. Von diesem Demozug sollte keine Gewalt ausgehen, das war der Konsens. An der Spitze der Demonstration wurden mit Plexiglas verkleidete Baugerüste geschoben, damit die Polizei gar nicht erst in die Demo eindringen konnte. Es war irgendwie früher Nachmittag, ich erinnere mich nicht genau. Mittendrin in dieser Demo schoben wir uns mit 20.000 anderen also in Richtung der abgesperrten Altstadt. Dann ging alles ganz schnell: die friedliche Demonstration wurde mit Unmengen von Tränengas attackiert. Sie schob sich weiter vor. Noch mehr Tränengas. Ich hatte eine Schwimmbrille auf, die mich notdürftig schützen sollte. Doch das Tränengas reagierte zu Blasen und Pusteln an meinen Armen, ich kotzte, so vergiftet war die Luft.
Dann änderte sich die Strategie der Demonstration. Wir reagierten. Wir kämpften zurück. Ich habe in meinem Leben nie wieder so eine Massenmilitanz gesehen. Ich erinnere mich an einen vermummten Familienvater, der mit seinen grauen Haaren an einer Vespa Molotowcocktails baute. Ich sehe sie vor mir, die in spontaner anarchischer Ordnung zusammengestellten Gruppen, die die Aufgaben dieser Straßenschlacht aufteilten. Hier gab es welche, die Bordsteine zerkleinerten und die Steine mit Einkaufswagen nach vorne brachten. Andere schoben Altglascontainer funkensprühend nach vorne, um Barrikaden zu bauen. Ich fing an mit einem Italiener, Wasserschläuche aus den Vorgärten und Häusern auf die Straße zu legen. Der Italiener, ich sehe sein Gesicht noch vor mir, rief immer wieder ” L´acqua de la revoluzione! Das ist das Wasser der Revolution. Tragt es nach vorne und wascht den anderen die Augen aus.” Über dieser ganzen Szenerie hallte wie ein Schlachtruf immer wieder “Genova libera!”.
Und überall blutende Menschen, heruntergerissene Isomatten von der Schutzausrüstung, Bullenwannen, die mit 50 Stundenkilometern in Menschenmengen hineinfuhren. Gesichter von Tränengas gezeichnet und doch so wagemutig. Ich weiß noch, wie ich jubilierte als irgendwo eine Bullenwanne brannte und ein kluger Kopf von der Tankstelle ein “Chiuso”-Schild holte und es an die Windschutzscheibe klemmte. Das Bild wurde später zum Symbol, es wurde tausendfach als Plakat geklebt.

Foto: Indymedia.org
Ich weiß nicht, wie lange die Straßenschlacht genau ging. Wir kämpften uns nach vorne, trieben die Polizei weg und wurden wieder zurückgeschlagen. Ein blutender Sanitäter saß auf der rechten Straßenseite und wurde von Demonstranten versorgt. Ich hatte meine Leute verloren und war weiter mit dem Wasser der Revolution beschäftigt, baute Barrikaden. Irgendwo in der Nähe der Piazza Alimonda. Es war alles erschreckend und ermutigend zugleich. Nie wieder würde ich so verschiedene Menschen sehen, die sich gemeinsam mit Gewalt, Mut und Courage gegen diese bodenlosen Menschenrechtsverletzungen wehren würden.
An einem Brunnen hörte ich auf einmal den Ruf “Rehlein”. Wir hatten davor in unserer Bezugsgruppe diesen Ruf vereinbart, falls wir uns verlieren würden. Endlich wieder meine Leute gefunden. Geschunden, verschwitzt und voller Tatendran. Dann auf einmal ging das Gerücht herum, dass die Polizei einen Menschen erschossen habe. Dann sollten es auf einmal 2,3,4 Menschen sein, die von den Bullen ermordet worden seien. Irgendwer rief “Polizia asassini”. Dann erschallte es in der ganzen Stadt.
Die Demo der Tute Bianche zog sich zurück, eng gedrängt und mit vielen tausenden ging es raus aus dem Stadtzentrum. Über Lautsprecher wurde verkündet, dass ein Demonstrant von der Polizei erschossen worden sei. Wir waren gebrochen, niedergeschlagen, abgekämpft. Auf einmal war klar, dass dieser italienische Staat, die EU, der G8, es niemals zulassen würden aus ihrem Tagungszentrum vertrieben zu werden. Es war klar, dass sie vor nichts zurückschrecken würden. Im Zweifelsfall wird eben ermordet. Und als nichts anderes kann man diese Hinrichtung aus einem Meter Entfernung bezeichnen. Das Vorgehen der Polizei hatte sich schon im Laufe des Tages abgezeichnet als hunderte von Demonstranten mit brutaler Gewalt verletzt wurden. Und dieser schwarze Freitag sollte nicht das Ende dieser Gewalt sein, am darauffolgenden Samstag griff die Polizei eine Großdemonstration mit 200.000 Menschen an. Die Demo, von der Pax-Christi-Oma bis um toskanischen Anarchisten, wurde aus Hubschraubern mit Tränengas eingedeckt. Menschen sprangen in Panik die acht Meter hohe Kaimauer hinunter. Hunderte wurden verletzt. Und am Abend kam es zur berüchtigten “chilenischen Nacht” in der Diaz-Schule, in der dutzende Indymedia-Aktivist/innen und Menschen, die einfach dort schliefen, schwer verletzt und misshandelt wurden.
Heute im Rückblick liest sich das hier ein bisschen wie “Opa erzählt aus dem Krieg”. Aber wenn es ein Ereignis in meinem Leben gibt, das annähernd an ein Kriegserlebnis rankommt, dann waren es die Tage von Genua. Es sind nicht nur die Bilder, die sich in meinen Kopf eingebrannt haben, der Geruch des Tränengases, die verzweifelten, mutigen und trotzigen Gesichter. Es ist dieses tiefe Gefühl, die Betroffenheit, diese sonderbare Ergriffenheit, wenn ich an damals denke, wenn ich Bilder und Videos sehe oder darüber spreche. Und seit Genua weiß ich, dass man auf “europäische Werte” und das Politiker-Gelaber von Demokratie und Menschenrechten nur wenig geben kann. Die Ereignisse von damals haben meinen schon angeschlagenen Glauben an den Rechtstaat nachhaltig zerstört. Im Zweifelsfall knallen sie dich eben ab.
Die rot-grüne Regierung von Schröder und Fischer schwieg zu den Vorkommnissen, die eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen der letzten Jahrzehnte in Europa darstellen. In meinen Augen sind sie dadurch Komplizen von Berlusconi und seiner Polizei geworden. Einzig Christian Ströbele fuhr damals nach Genua, um zu recherchieren.
Zehn Jahre ist es nun her, ich fühle mich alt, wenn ich an die Tage von damals denke. Ich weiß, dass ich vielleicht vieles verkläre, dass dieser Text pathetisch klingt, das viel Revolutionromatik mitspielt. Aber für mich war es der Moment, in dem nichts mehr sein sollte, wie es einmal war. Nur zwei Monate später wurden diese Sätze am 11. September überall ausgesprochen. Der Fokus der Politik änderte sich. Die globalisierungskritische Bewegung sollte nie wieder so stark werden.
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Diesen ergreifenden Film von kanalb kann ich Euch nur ans Herz legen. Schaut ihn an, zeigt in anderen Leuten.
Ihr findet außerdem unzählige Schilderungen und Berichte auch auf Indymedia, das damals ein geradezu revolutionäres neues Instrument war, ein Korrektiv für die Mainstreampresse und letztlich Vorläufer von dem, was wir heute Blogosphäre nennen.
Mappa della città di Genova durante il vertice del G8 nel 2001. I colori indacano le diverse aree con restrizioni d´accesso: zona rossa e zona gialla.
1: Palazzo Ducale - sede del Vertice G8 (where the G8 summit took place) - Le piazze del Genoa Social Forum (GSF meeting points and demos).
2: piazza Portello.
3: piazza Manin.
4: piazza Dante.
5: piazza Paolo da Novi.
6: Boccadasse.
7: Arrivo del corteo dei sindacati di base (end of the free unions demo).
8: Partenza del corteo della disubbidienza civile - Tute Bianche (TB) (starting point of the civil disobedience).
9: piazzale M. L. King - GSF convergence center.
10: Punta Vagno - GSF public forum.
11. Scuole Diaz - GSF media center.
12: Fiera - “cittadella” delle Forze dell'ordine (temporary housing for Police Forces).
13: Questura (Police HQ).
14: piazza delle Americhe - dove sarebbe dovuto arrivare il corteo delle TB (where the TB demo should have ended).
15: percorso (route of) Mondelli + carabinieri BTG. “Lombardia”. All’incrocio con via Tolemaide si fermano e attaccano il corteo delle TB (at the Via Tolemaide intersection carabinieri forces stop, and attack the TB demo).
16: percorso (route of) Pagliazzo Bonanno + reparti mobili PS. In Piazza Manin caricano i pacifisti della Rete Lilliput (Police anti riot-units led by Pagliazzo Bonanno attack the Lilliput Net pacifists in Piazza Manin).
17: piazza Giusti, attacco al supermercato “DìxDì” (“DìxDì” supermarket attacked).
18: Marassi, attacco al carcere (the Marassi prison attacked).
19: piazza Alimonda, uccisione di Carlo Giuliani (where Carlo Giuliani was killed).
20: corso Gastaldi e via Tolemaide, carica finale e pestaggi (final police attack and beatings).
In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab und wohl auch bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt. Ulrike Meinhof
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Im Folgenden ein leicht gekürzter Artikel von Ulrike Meinhof in der konkret 3/1965(als es noch kein islamophobes Hetzblatt war) im Andenken an die zivilen Opfer des Luftangriffs in Dresden.Vor zwanzig Jahren, am 13. und 14. Februar 1945, in der Nacht von Fastnachtdienstag auf Aschermittwoch, ist der größte Luftangriff der alliierten Bomberkommandos im Zweiten Weltkrieg auf eine deutsche Stadt geflogen worden: Der Angriff auf Dresden. Dreimal innerhalb von 14 Stunden wurde die Stadt bombardiert. Von 22 Uhr 13 bis 22 Uhr 21 dauerte der erste Schlag. Als die englischen Bomber abflogen, hinterließen sie ein Flammenmeer, das über 80 Kilometer weit den Himmel glühend machte. Der zweite Schlag erfolgte von 1 Uhr 30 bis 1Uhr 50. Die abfliegenden Bomber haben die Feuer von Dresden über 300 Kilometer weit beobachten können. Den dritten Angriff flog ein amerikanisches Bombengeschwader am nächsten Vormittag zwischen 12 Uhr 12 und 12 Uhr 23. Über 200 000 Menschen sind in den Flammen von Dresden umgekommen.
Dresden hatte 630 000 ständige Einwohner. Als es zerstört wurde, hielten sich über eine Million Menschen in dieser Stadt auf. Man schätzt 1,2 bis 1,4 Millionen. Flüchtlinge aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen, Evakuierte aus Berlin und dem Rheinland, Kindertransporte, Kriegsgefangene und Fremdarbeiter. Dresden war eine Sammelstelle für genesende und verwundete Soldaten. Dresden hatte keine Rüstungsindustrie. Dresden war eine unverteidigte Stadt ohne Luftabwehr. Dresden galt in ganz Deutschland als eine Stadt, die nicht bombardiert werden würde. Es gab Gerüchte, wie: Die Engländer würden Dresden schonen, wenn Oxford nicht angegriffen würde - oder: Die Alliierten würden Dresden nach dem Krieg zur deutschen Hauptstadt machen und deshalb nicht zerstören. Es gab noch mehr Gerüchte, aber vor allem konnte sich kein Mensch vorstellen, daß eine Stadt, die täglich neue Krankenhäuser und Lazarette einrichtete, in die täglich Hunderttausende von Flüchtlingen, hauptsächlich Frauen und Kinder, einströmten, bombardiert werden würde.
Militärisch interessant an Dresden war höchstens ein größerer Güter- und Truppenumschlagbahnhof. Aber in den drei Angriffen, als man zuerst Sprengbomben abwarf, um Fenster zum Platzen zu bringen und Dächer zum Einsturz, um Dachstühle und Wohnungen den folgenden Brandbomben um so schutzloser auszuliefern, als das alles planmäßig mit höchster Präzision ablief, da wurde dieser Bahnhof kaum getroffen. Als Tage darauf Berge von Toten aufgeschichtet wurden, waren die Gleise schon wieder repariert. - Dresden hat sieben Tage und acht Nächte lang gebrannt.
Man hatte den englischen Soldaten, die die Angriffe geflogen haben, nicht die Wahrheit gesagt. Man hat gesagt: Ihre Flotte greift das Oberkommando des Heeres in Dresden an. Man hat gesagt, Dresden sei ein wichtiges Nachschubzentrum für die Ostfront. Man hat gesagt, das Angriffsziel sei ein Gestapo-Hauptquartier im Stadtzentrum, ein wichtiges Munitionswerk, ein großes Giftgaswerk. –
Schon 1943 hatte es in der britischen Öffentlichkeit Proteste gegen die Bombardierung der deutschen Zivilbevölkerung gegeben. Der Bischof von Chichester, der Erzbischof von Canterbury, der Kirchenpräsident der Church of Scotland erhoben ihre Stimme. Ihnen aber ebenso wie einem Labourabgeordneten im englischen Unterhaus wurde gesagt, das sei nicht wahr, daß ein Befehl ergangen wäre, Wohngebiete statt Rüstungszentren zu zerstören. Es ist der englischen Regierung unter ihrem Premierminister Sir Winston Churchill bis zum Ende des Krieges, bis März 45, gelungen, den tatsächlichen, absichtlichen, planmäßigen Charakter der britischen Bombenangriffe auf deutsche Städte geheim zu halten. Dresden war der Höhepunkt dieser Politik. Dresden ging in Schutt und Asche, zwei Jahre nachdem der Ausgang des Zweiten Weltkrieges in Stalingrad entschieden worden war. Als Dresden bombardiert wurde, standen die sowjetischen Truppen schon an der Oder und Neiße, lag die Westfront am Rhein. Der Oberbefehlshaber der Royal Air Force, Sir Arthur Harris, der den Einsatz gegen Dresden geleitet hatte, ging ein Jahr danach, am 13. Februar 1946, in Southhampton an Bord, um das Land zu verlassen, das nicht mehr bereit war, seine Verdienste zu würdigen. Als die deutsche Bevölkerung die Wahrheit über Auschwitz erfuhr, erfuhr die englische Bevölkerung die Wahrheit über Dresden. Den Tätern wurde der Ruhm versagt, der ihnen von den Regierenden versprochen worden war. Hier und dort.
In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab und wohl auch bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt.
Wenn es eines Beweises bedürfte, daß es den gerechten Krieg nicht gibt - Dresden wäre der Beweis. Wenn es einen Beweises bedürfte, daß der Verteidigungsfall zwangsläufig zu Aggression entartet - Dresden wäre der Beweis. Wenn es einen Beweises bedürfte, daß die Völker von den kriegsführenden Regierungen selbst mißbraucht werden - Dresden wäre der Beweis. Daß an der Bahre Sir Winston Churchills das Stichwort Dresden nicht gefallen ist, legt den Verdacht nahe, Dresden sollte immer noch dem Volk angelastet werden, das doch selbst betrogen worden ist. Es ist der gleiche Takt, den die Bundesregierung praktiziert, wenn sie die Verjährungsfrist für in der NS-Zeit begangenen Mord nicht aufhebt. Wer die Täter nicht denunziert, denunziert aber die Völker.



»Protest ist, wenn ich sage, das und das paßt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß das, was mir nicht paßt, nicht länger geschieht.«
Ulrike Meinhof


Everyone in my generation
is wearing frost now.
Snow falls early.
Even with the sun
still smoldering
my generation tills ice,
ploughs snow and furrows
stones. Everyone
in my generation wears frost.
It has been unseasonably cold.
National Museum, Stepanakert, 2008
Refugee girl, Shusha, 2006
Berdzor, 2006
Hunter, Karmin Shuka, 2008
Roadside stone cross, 2006
Gandzasar monastery, 2008
Wall with stone crosses, Gandzasar, 2008
Azeri cemetery, Martakert, 2008
Azeri cemetery, Martakert, 2008
Getsavank church, 2008
Backstreet scene, Stepanakert, 2008
Dancing shepherd, Tekh, 2008
Mr. Shepard Rifkin
Exec. Director
American Friends of the Fighters for the Freedom of Israel
149 Second Avenue
New York 3 N.Y.
Dear Sir:
When a real and final catastrophe should befall us in Palestine the first responsible for it would be the British and the second responsible for it the Terrorist organizations build up from our own ranks.
I´m not willing to see anybody associated with those misled and criminal people.
Sincerely yours
Albert Einstein.






