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Dienstag, 1. März 2011

PJ Harvey - The Glorious Land




How is our glorious country ploughed?
Not by iron ploughs
Our lands is ploughed by tanks and feet,
Feet
Marching

Oh, America
Oh, England
How is our glorious country sown?
Not with wheat and corn.
How is our glorious land bestowed?

What is the glorious fruit of our land?
Its fruit is deformed children.
What is the glorious fruit of our land?
Its fruit is orphaned children.

Freitag, 11. Februar 2011

Dresden 2011 - den Opfern gedenken, Naziaufmarsch verhindern!

In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab und wohl auch bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt. Ulrike Meinhof

Der aktuelle Diskurs zu den Gegenaktivitäten zum Naziaufmarsch in Dresden wird leider auch dieses Jahr von der menschenverachtenden Ideologie der sogenannten Antideutschen bestimmt.

Die "Antideutschen" sind eine neurechte Strömung, die sich über Haß gegenüber Moslems, "Den Deutschen" und der bedingungslosen Solidarität zur rechtsradikalen Regierung in Israel und dem von ihr aufrechterhaltenden Apartheitsregime definiert. Die US-Angriffskriege des letzten Jahrzehntes mit hunderttausenden Toten im Irak, Afghanistan usw. werden ebenfalls bejubelt.

Man/Frau kann leicht zu dem Schluß kommen, dass es sich bei einzelnen Protagonisten dieser angeblich linken(sic) Strömung um bezahlte Propagandisten der entsprechenden Außenministerien handelt. Bsp. Hasbara http://de.indymedia.org/2009/07/255504.shtml

aufs Bild Klicken!

In der aktuellen Diskussion wird gern vom Tätervolk schwadroniert(also rassisch determiniert, Sarrazin?), dass es "Wegzubomben" gilt, egal ob Säugling oder Greis, ein menschenverachtender Bombenangriff mit hunderttausenden Toten wird als Befreiungsschlag gefeiert.
(Beispiel Torsun/Egotronic verhöhnt die Opfer wird in der Bild als "linke Punkband" bezeichnet)

Das Ziel ist klar, der berechtigte und notwendige Kampf gegen den Naziaufmarsch soll diskreditiert, damit linke und denkende Menschen eine isolierte Randerscheinung in unserer Gesellschaft bleiben.

Die vorwiegend linken Demoteilnehmer werden in eine Richtung gedrängt mit der der normale Mensch auf der Straße nichts anfangen kann, obwohl er/sie dem Anliegen der Antifa sicherlich erstmal positiv eingestellt ist.

Die Gleichsetzung Nazis = Bewohner Dresdens, den es Auszulöschen bzw. Wegzubomben gilt schaffen nur wenige bekokste, kotzende Gehirnakrobaten.

Folge ist eine Marginalisierung des antifaschistischen Protestes, so das der Aufbau einer breiten emanzipatorischen Bewegung von vorne herein zum Scheitern verurteilt ist.

Den Naziaufmarsch am 13.2. Verhindern - Rechte und menschenverachtende Ideologien (Antideutsche) Raus!

Im Folgenden ein leicht gekürzter Artikel von Ulrike Meinhof in der konkret 3/1965(als es noch kein islamophobes Hetzblatt war) im Andenken an die zivilen Opfer des Luftangriffs in Dresden.

Vor zwanzig Jahren, am 13. und 14. Februar 1945, in der Nacht von Fastnachtdienstag auf Aschermittwoch, ist der größte Luftangriff der alliierten Bomberkommandos im Zweiten Weltkrieg auf eine deutsche Stadt geflogen worden: Der Angriff auf Dresden. Dreimal innerhalb von 14 Stunden wurde die Stadt bombardiert. Von 22 Uhr 13 bis 22 Uhr 21 dauerte der erste Schlag. Als die englischen Bomber abflogen, hinterließen sie ein Flammenmeer, das über 80 Kilometer weit den Himmel glühend machte. Der zweite Schlag erfolgte von 1 Uhr 30 bis 1Uhr 50. Die abfliegenden Bomber haben die Feuer von Dresden über 300 Kilometer weit beobachten können. Den dritten Angriff flog ein amerikanisches Bombengeschwader am nächsten Vormittag zwischen 12 Uhr 12 und 12 Uhr 23. Über 200 000 Menschen sind in den Flammen von Dresden umgekommen.

Dresden hatte 630 000 ständige Einwohner. Als es zerstört wurde, hielten sich über eine Million Menschen in dieser Stadt auf. Man schätzt 1,2 bis 1,4 Millionen. Flüchtlinge aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen, Evakuierte aus Berlin und dem Rheinland, Kindertransporte, Kriegsgefangene und Fremdarbeiter. Dresden war eine Sammelstelle für genesende und verwundete Soldaten. Dresden hatte keine Rüstungsindustrie. Dresden war eine unverteidigte Stadt ohne Luftabwehr. Dresden galt in ganz Deutschland als eine Stadt, die nicht bombardiert werden würde. Es gab Gerüchte, wie: Die Engländer würden Dresden schonen, wenn Oxford nicht angegriffen würde - oder: Die Alliierten würden Dresden nach dem Krieg zur deutschen Hauptstadt machen und deshalb nicht zerstören. Es gab noch mehr Gerüchte, aber vor allem konnte sich kein Mensch vorstellen, daß eine Stadt, die täglich neue Krankenhäuser und Lazarette einrichtete, in die täglich Hunderttausende von Flüchtlingen, hauptsächlich Frauen und Kinder, einströmten, bombardiert werden würde.

Militärisch interessant an Dresden war höchstens ein größerer Güter- und Truppenumschlagbahnhof. Aber in den drei Angriffen, als man zuerst Sprengbomben abwarf, um Fenster zum Platzen zu bringen und Dächer zum Einsturz, um Dachstühle und Wohnungen den folgenden Brandbomben um so schutzloser auszuliefern, als das alles planmäßig mit höchster Präzision ablief, da wurde dieser Bahnhof kaum getroffen. Als Tage darauf Berge von Toten aufgeschichtet wurden, waren die Gleise schon wieder repariert. - Dresden hat sieben Tage und acht Nächte lang gebrannt.

Man hatte den englischen Soldaten, die die Angriffe geflogen haben, nicht die Wahrheit gesagt. Man hat gesagt: Ihre Flotte greift das Oberkommando des Heeres in Dresden an. Man hat gesagt, Dresden sei ein wichtiges Nachschubzentrum für die Ostfront. Man hat gesagt, das Angriffsziel sei ein Gestapo-Hauptquartier im Stadtzentrum, ein wichtiges Munitionswerk, ein großes Giftgaswerk. –

Schon 1943 hatte es in der britischen Öffentlichkeit Proteste gegen die Bombardierung der deutschen Zivilbevölkerung gegeben. Der Bischof von Chichester, der Erzbischof von Canterbury, der Kirchenpräsident der Church of Scotland erhoben ihre Stimme. Ihnen aber ebenso wie einem Labourabgeordneten im englischen Unterhaus wurde gesagt, das sei nicht wahr, daß ein Befehl ergangen wäre, Wohngebiete statt Rüstungszentren zu zerstören. Es ist der englischen Regierung unter ihrem Premierminister Sir Winston Churchill bis zum Ende des Krieges, bis März 45, gelungen, den tatsächlichen, absichtlichen, planmäßigen Charakter der britischen Bombenangriffe auf deutsche Städte geheim zu halten. Dresden war der Höhepunkt dieser Politik. Dresden ging in Schutt und Asche, zwei Jahre nachdem der Ausgang des Zweiten Weltkrieges in Stalingrad entschieden worden war. Als Dresden bombardiert wurde, standen die sowjetischen Truppen schon an der Oder und Neiße, lag die Westfront am Rhein. Der Oberbefehlshaber der Royal Air Force, Sir Arthur Harris, der den Einsatz gegen Dresden geleitet hatte, ging ein Jahr danach, am 13. Februar 1946, in Southhampton an Bord, um das Land zu verlassen, das nicht mehr bereit war, seine Verdienste zu würdigen. Als die deutsche Bevölkerung die Wahrheit über Auschwitz erfuhr, erfuhr die englische Bevölkerung die Wahrheit über Dresden. Den Tätern wurde der Ruhm versagt, der ihnen von den Regierenden versprochen worden war. Hier und dort.

In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab und wohl auch bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt.

Wenn es eines Beweises bedürfte, daß es den gerechten Krieg nicht gibt - Dresden wäre der Beweis. Wenn es einen Beweises bedürfte, daß der Verteidigungsfall zwangsläufig zu Aggression entartet - Dresden wäre der Beweis. Wenn es einen Beweises bedürfte, daß die Völker von den kriegsführenden Regierungen selbst mißbraucht werden - Dresden wäre der Beweis. Daß an der Bahre Sir Winston Churchills das Stichwort Dresden nicht gefallen ist, legt den Verdacht nahe, Dresden sollte immer noch dem Volk angelastet werden, das doch selbst betrogen worden ist. Es ist der gleiche Takt, den die Bundesregierung praktiziert, wenn sie die Verjährungsfrist für in der NS-Zeit begangenen Mord nicht aufhebt. Wer die Täter nicht denunziert, denunziert aber die Völker.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Mainstreamlügen kurz dekonstruiert - Heute Endsieg in Afghanistan

Die Bildzeitung titelt "Vormarsch der Taliban ist gestoppt",
Außenministerin Westerwelle lobt die verbesserte Sicherheitslage und kündigt den Anfang vom Abzug der deutschen Truppen für 2011 an.

Doch die Wahrheit sieht anders aus:

Eine humanitäre Katastrophe ohne Gleichen, die Sicherheitslage die schlimmste seit 30 Jahren, wie aus neuen Berichten des Internationalen Roten Kreuzes und aus Geheimdienstkreisen hervorgeht.



Quellen Reuters 15.12.2010:

Red Cross paints grim Afghan picture before review

Intelligence reports offer dim views of Afghan war: report


da freuen sich KT von und zu Penispferd und Pornosteffie, kräftige Strahlenbabys durch humanitäre Uranwaffen

rethinkafghanistan.com/

Dienstag, 14. September 2010

Annie Lennox - Lost

Abschlusssong aus dem sehr bewegenden Antikriegsfilm Film "Im Tal von Elah" mit Tommy Lee Jones und Charlize Theron.(verlinkt ist eine gute englischsprachige Rezension, hat sich leider noch kein wacher Geist in Deutschland dazu geäußert)

Wer den Film noch nicht gesehen hat unbedingt nachholen.


Mittwoch, 21. April 2010

GernsehAbend - Komm und sieh


Geh und sieh (russ. Иди и смотри/ Idi i smotri), auch bekannt unter dem Titel Komm und sieh, ist ein sowjetischer Antikriegsfilm des Regisseurs Elem Klimow, nach literarischen Vorlagen von Ales Adamowitsch.


„Dieser Film wurde surreal und impressionistisch genannt, aber das ist der falsche Schluss. ‚Geh und sieh‘ ist Realität und Wahrheit.“



Donnerstag, 15. April 2010

Afghanistan/Pakistan: Lage, Lügen, Lösungen




Aus aktuellem Anlass:

Vortrag von Christoph Hörstel am 18. April 2009 in der Schweiz. Hintergründe zu dem NATO-Krieg in Afghanistan und Pakistan.

Unser Beileid den Angehörigen der verstorbenen Soldaten in diesem sinnlosen Krieg, der schon so vielen Menschen das Leben geraubt und unaussprechliches Leid über die Region gebracht hat.

Donnerstag, 8. April 2010

This is not a Love Song!



White Zionist Supremacist version

Montag, 5. April 2010

Wikileaks zeigt Ermordung von Reuters Journalisten



Im folgenden Video sieht man wie über ein Dutzend Zivilisten aus einem Hubschrauber mit Maschinengewehrfeuer niedergemetzelt werden, einschliesslich zwei Reuters Journalisten. Das Ereignis fand in Bagdad am 12. Juli 2007 statt. Man sieht die Aufnahme aus der Sicht des Schützen in einem US-Apache-Helikopter.

Das US-Militär behauptet, die Opfer starben bei einem Gefecht zwischen US-Streitkräften und Freischärlern. Die Aufnahmen zeigen aber ganz etwas anderes. Sie waren ahnungslos und wurden kaltblütig aus der Luft mit Maschinengewehrsalven ermordet.

Sogar herbeigeeilte Helfer in einem Kleinbus, die versuchen die Verletzten zu bergen, werden aus der Luft niedergemäht. Dabei werden zwei Kinder die im Fahrzeug sitzen ebenfalls schwer verletzt. Von einer Bedrohung oder Waffen keine Spur.

Ein Panzer der US-Armee rollt dann später über die verstreuten Leichen und die Besatzung lacht sogar.

Man hört den Funkverkehr zwischen dem Kommando und den Schützen:

"Alle sind aufgereiht."
"Los, schiess endlich!"
"Schiess weiter!"
"Ha, Ha, ich hab sie erwischt!"
"Einige Leichen liegen rum."
"Wir haben acht Typen erwischt."
"Ja, da krabbelt einer noch da unter rum."
"Wir werden noch ein Paar erschiessen."
"Hey, du schiesst und ich rede."
"Oh, ja schaut euch diese toten Bastarde an."
"Schön, schön. Gut geschossen."
"Danke."

Reuters hat vergeblich versucht die Aufnahmen durch einen "Freedom of Information Act" zu bekommen, was verweigert wurde. Das Video wurde von Militärpersonal Wikileaks zugespielt, sie haben es decodiert und heute bei einer Pressekonferenz in Washington gezeigt.



Reuters verlangte eine Untersuchung in die Tötung. Das US-Militär kam aber zum Schluss, die Handlungen der involvierten Soldaten und Piloten wären in Einklang mit den Gesetzen eines bewaffnete Konflikts und ihren Einsatzregeln.

Die Namen der ermordeten Zivilisten ist unbekannt. Bei den beiden Mitarbeitern der Nachrichtenagentur Reuters handelt es sich um Saeed Chmagh und Namir Noor-Eldeen. Der 40-jährige Sameed Chamagh hinterlässt eine Frau und vier Kinder. Namir Noor-Eldee war 22, kam aus einer Familie von Journalisten und wurde als einer der besten Kriegsfotografen im Irak eingeschätzt.

Die getöteten Journalisten haben nur ihre Arbeit gemacht, haben ihr Leben riskiert, um über den Krieg im Irak zu berichten. Seit Beginn des Krieges 2003 bis 2009 sind 139 Journalisten gestorben.

Quelle:

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/04/wikileaks-zeigt-ermordung-von-reuters.html


weitere Infos:

http://collateralmurder.com/

Kommentar John Nada:

Schwer bei diesen Bildern ruhig zu bleiben, Kurt Tucholsky hatte recht -

Soldaten sind Mörder

Donnerstag, 1. April 2010

Habt nen schönen Weltkrieg Leute


Von John Pilger
INFORMATION CLEARING HOUSE, 25.03.10

Hier gibt es (die neusten) Nachrichten über den Dritten Weltkrieg. Die USA sind über Afrika hergefallen. US-Truppen sind in Somalia eingedrungen; sie haben die Front von Afghanistan über Pakistan und den Jemen jetzt bis ans Horn von Afrika ausgeweitet. Zur Vorbereitung eines Angriffs auf den Iran wurden in vier Staaten am Persischem Golf US-Raketen aufgestellt, und außerdem sollen bereits “bunkerbrechende Bomben” auf dem Weg zu der US-Basis auf der britischen Insel Diego Garcia im Indischen Ozean sein.

In Gaza wird die unter unbehandelten Krankheiten leidende, von aller Welt im Stich gelassene Bevölkerung, die überwiegend aus Kindern besteht, hinter aus den USA gelieferten unterirdischen Mauern begraben, die eine kriminelle Belagerung vervollständigen. In Ko – lumbien in Lateinamerika hat sich die Obama-Administration sieben Basen gesichert, von denen aus sie einen Zermürbungskrieg gegen die vom Volk getragenen Demokratien in Venezuela, Bolivien, Ecuador und Paraguay zu führen gedenkt. Gleichzeitig beklagt sich “Verteidigungsminister” Robert Gates darüber, “dass die Bevölkerung und die politische Klasse Europas den Krieg so sehr ablehnen”, dass sie ein “Hindernis auf dem Weg zum Frieden” seien . Wir haben ja schließlich auch den Monat des Märzhasen (einer Fantasiefigur aus “Alice im Wunderland”).

Nach Aussagen eines US-Generals gehören die Invasion und die Besetzung Afghanistans ja auch nicht zu einem echter Krieg, sondern eher zu einem “nur in der Vorstellung existierenden Krieg”. Deshalb war die kürzlich durchgeführte “Befreiung der Stadt Marjah” von “der Herrschaft und Kontrolle der Taliban” ja auch nur eine Art Hollywood-Film. Marjah ist nämlich überhaupt keine Stadt und wurde auch nicht von den Taliban beherrscht und kontrolliert. Die heroischen Befreier brachten – wie üblich – nur unbeteiligte Zivilisten um, und zwar die Ärmsten der Armen. Ansonsten war die sogenannte Schlacht um Marjah nur Schwindel. Der “nur in der Vorstellung existierende Krieg” muss ständig gefälschte Siegesmeldungen für die Leute zu Hause liefern, die ein erfolgloses Kolonialabenteuer erfolgreich und patriotisch erscheinen lassen, als seien die in den Film “The Hurt Locker” (der in hiesigen Kinos unter dem deutschen Titel “Tödliches Kommando” läuft,) dargestellten Ereignisse tatsächlich so geschehen und die Trauerzüge der mit Fahnen bedeckten Särge durch den Ort Wootten Basset in der englischen Grafschaft Wiltshire nicht nur zynische Propaganda- Veranstaltungen.

Auf den Helmen (der US-Soldaten) in Vietnam war häufig der Spruch “War is fun” (Krieg macht Spaß) zu lesen; das war blanke Ironie, und die GIs wollten damit ausdrücken, dass dieser fanatisch geführte, gefräßige Krieg in Wahrheit nur den Zweck hatte, die Profite der Waffenindustrie zu steigern. Der Gefahr, enttarnt zu werden, hat sich auch Tony Blair ausgesetzt; 1997 bezeichnete er sich in liberaler Attitüde noch als jemand, “der eine Welt schaffen will, in der die Ideologie gänzlich den Werten weichen muss” – wie Hugo Young im GUARDIAN berichtete – und heute steht er von der Öffentlichkeit als Lügner und Kriegsverbrecher da.

Kriegführende westliche Staaten wie die USA und Großbritannien wurden weder von den Taliban noch von irgendwelchen anderen, nur mit sich selbst beschäftigten Stammesange – hörigen in entfernten Gegenden angegriffen, sie sind aber durch die Antikriegshaltung ih – rer eigenen Bürger bedroht. Denken sie nur an die drakonischen Strafen, die London gegen eine Menge junger Menschen verhängt hat, die im Januar 2009 gegen den Überfall Israels auf Gaza protestiert haben. Nach Demonstrationen haben paramilitärische Polizeieinheiten Tausende “Ersttäter” eingekesselt, die zum Teil Haftstrafen von zweieinhalb Jahren für kleinere Straftaten erhalten haben, für die normalerweise niemand eingesperrt wird. Auf beiden Seiten des Atlantiks ist ernsthafter Widerstand gegen einen illegalen Krieg zu einem schweren Verbrechen geworden.

Diese Pervertierung der Moral ist nur möglich, weil sich angesehene Autoritäten in Schweigen hüllen. Künstler, Literaten, Journalisten und Juristen, also sämtliche liberalen Eliten, lassen die Finger von dem Unrat, den Blair und jetzt Obama zu verantworten haben; sie verstecken ihre Gleichgültigkeit gegenüber den barbarischen Zielen der westlichen Kriegsverbrecher hinter der Beschäftigung mit den Übeltaten allgemein verhasster Dämonen wie Saddam Hussein. Versucht doch einmal – nachdem (der britische Dramatiker und Nobelpreisträger) Harold Pinter von uns gegangen ist – eine Liste berühmter Schriftsteller, Künstler und Juristen zu erstellen, die ihre Prinzipien nicht verkauft oder sich von ihrer Berühmtheit nicht haben kastrieren lassen. Wer von ihnen hat den Holocaust im Irak angeprangert, der mit der fast 20 Jahre andauernden tödlichen Blockade und dem anschließenden Überfall verübt wurde? Und auch dieser Holocaust wurde vorsätzlich begangen. Am 22. Januar 1991 sagte die CIA der USA in eindrucksvoller Weise voraus, dass durch eine Blockade die Versorgung des Iraks mit sauberem Trinkwasser systematisch zerstört werde und es dadurch “zur verstärkten Ausbreitung von Krankheiten, wenn nicht sogar zu Epidemien” komme. Deshalb haben es die USA darauf angelegt, die Versorgung der irakischen Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser lahmzulegen und damit nach Angaben des Kinderhilfswerks UINICEF auch den Tod von einer halben Million irakischer Kinder unter fünf Jahren verursacht. Aber diese Art Extremismus nennt offensichtlich niemand beim Namen.

Norman Mailer sagte einmal, er glaube, die USA seien mit ihren endlosen Kriegen und ihrem Drang nach Welt – herrschaft in eine “präfaschistische Ära” eingetreten. Mailer unternahm den Versuch, vor einer Entwicklung zu warnen, die er nicht genau definieren konnte. “Faschismus” ist eigentlich nicht der richtige Terminus, weil er an unpassende historische Präzedenzfälle er – innert und erneut die Bilder der deutschen und der italienischen Terrorherrschaft beschwört. Denn das autoritäre Herrschaftssystem der USA ist, wie kürzlich der Kulturkritiker Henry Giroux aufzeigte, “nuancenreicher, weniger theatralisch und durchtriebener, und es arbeitet weniger mit repressiven Kontrollmethoden als mit durch Manipulation erzeugter Zustimmung”.

Es ist der “American Way of Life”, die einzige räuberische Ideologie, die bestreitet, eine Ideologie zu sein. Die mit mächtigen Fangarmen weltweit operierenden Konzerne, die diktatorisch nach eigenen Gesetzen herrschen, das Militär, das zu einem Staat im Staate ge – worden ist, die hinter der Fassade der (angeblich) besten Demokratie der Welt in Washington agierenden 35.000 Lobbyisten, die Politiker kaufen, und eine Popkultur, die nur ablenken und verdummen soll, prägen ein System, das es so bisher nicht gab. Es mag differenzierter (als der Faschismus) sein, aber es hat eindeutig die gleichen Folgen. Denis Halliday und Hans von Sponeck, die beiden führenden UN-Beauftragten, die während der unter Führung der USA und Großbritanniens durchgeführten Blockade für den Irak zuständig waren, sind sich einig, dass damit ein Genozid begangen wurde. Sie fanden zwar keine Gaskammern. Aber schleichend, unerklärt und trotzdem offen in Gang gesetzt, begann auch der Dritte Weltkrieg mit einem Völkermord, der immer mehr Menschen das Leben kostet.

Im kommenden Wahlkampf in Großbritannien werden die Kandidaten, wenn sie von diesem Krieg reden, nur “unsere (tapferen) Boys” loben. Alle Kandidaten sind fast identische politische Mumien, eingewickelt in den Union Jack (die britische Fahne) und die Stars and Stripes (die US-Fahne).

Blair hat etwas zu übereifrig demonstriert, wie sehr die britische Elite die USA vergöttert, weil ihr die USA erlaubt, die Bewohner anderer Länder zu kasernieren und zu bombardieren, und sich diese Herrschaften dann als “Partner” (der USA) fühlen können. Wir sollten ihnen ihren “Spaß” verderben.

Übersetzung: Wolfgang Jung, luftpost-kl.de


Sonntag, 28. März 2010

Children of Gaza – the movie



BAFTA award winning film-maker Jezza Neumann’s film Children of Gaza was shown last month by Channel 4. The film revolves around four young Palestinian victims (Ibraheem 11, Amal 9, Mahmood 12 and Omsyatte 12) of Israeli barbarism during its 23-day war on 1.5 million Gazans in December 2008-January 2009.

Amal & Mahmoud

Nine year old Amal her twelve year old brother Mahmoud witnessed their father and brother being shot dead. Their house was also destroyed. Amal was injured and now lives with shrapnel embedded in her brain which leads to blinding headaches and visual impairment. She struggles with her homework and often finds it difficult to help her mother around the house. Amal says her wish is to become a doctor and help sick people. The doctor in Israel is a top neurosurgeon, but felt that operating on Amal now would not be a good idea. From his experience, there is a high risk of neurological complications in cases like Amal’s, so he feels that unless her symptoms become life-threatening it is better to do nothing. However with no organisation now helping Amal and her family and her mother struggling to feed the family it is unlikely she’ll get to travel to Israel for a follow up in the near future. Mahmoud aches from the loss of his father and whilst he didn’t receive any physical injuries the scars of this loss run deep. He feels his father was killed unnecessarily and now seeks revenge for his death. Mahmoud also shoulders a lot of the responsibility for the care of his younger siblings. Mahmoud’s dream is for the crossings to open and to travel to England or Europe and study at university. He also wants some justice for the death of his father and brother





Omsyatte

12 yr old Omsyatte lives with her family in a tent after her parents were bother wounded, her eldest brother killed and her house destroyed. That night still haunts her as she also claims to have seen her brother’s body used as target practise by the Israeli soldiers.

Omsyatte helps her mother with housework and struggles to keep the tents tidy as the winds are often quite strong blowing sand everywhere. Often they have to throw food away as it gets covered in sand. During the winter rains the tent leaks and sometimes floods.

Shortly after the war her mother became pregnant again and she now has new baby sister.

Omsyatte dreams of becoming a journalist. She wants to tell the stories of Gaza to the outside world in the hope that the blockade will end.



Ibraheem

Eleven year old Ibraheem is the son of a fisherman. On Fridays and school holidays he works on his fathers boat fishing off the coast of Gaza. This can be quite risky as the fishing boats are often shot at by the Israeli navy who patrol the sea. Ibraheem’s boat has been captured once and held for over two months. It was shot and set on fire during the making of the film.

Ibraheem has lived in Gaza all his life and dreams of going to university overseas, travelling outside of Gaza for the very first time.



Jezza Neumann wrote about his feelings and experience while filming in Gaza as follows:

As my last trip drew to a close it was hard saying goodbye to the children who’d opened their hearts and minds to me and my assistant producer, Khalid.

Whilst at Erez waiting for security clearance I had a chance to reflect on my time in Gaza. I’d first arrived shortly after the war to a population in shock. The first seven days were spent meeting NGOs and families hearing story after story, tragedy after tragedy with the odd glimmer of hope.

It was during this process that Khalid and I met the four children featured in our documentary. During my time in Gaza all the families opened their homes to us affording me a special insight into life in the Gaza strip. I was invited to eat with the families and spend time with them on Fridays creating a bond between them and us. I also went to the Mosque with Mahmoud and spent time at all the children’s schools.

I was there to witness the sadness in their lives – Omsyatte’s first trip to her brother’s grave, Amal and Mahmoud wandering around their destroyed home looking for scraps of happy memories, and Ibraheem’s agony as his father’s boat was destroyed. But I was also there to witness a few moments of happiness – Omsyatte taking part in a kite flying world record attempt, Ibraheem the day his boat sailed again, and Amal and Mahmoud when they went to a UN summer camp.

The children have began to move on as best they can and try to put the memories of the war behind them but their daily life is filled with constant reminders. Much of Gaza still lies in a pile of sand and rubble. The winter rains have meant leaks and floods for Omsyatte and Amal’s families and the blockade means that many goods are hard to come by. Currently in Gaza there is a shortage of cooking gas. Power cuts are also commonplace making it very difficult to study at night.

For Ibraheem and his family the navy remains a constant threat. On one occasion, while we were filming in a small boat, the navy came close and the fear across our boatman’s face was clear to see as we headed as fast as he could back to the beach.

Before I left Gaza I organised a BBQ at Omsyatte’s tent for all the children. We drove all the families there and a great day was had playing football and eating shwarma. It was the first time I’ve ever had all the contributors in a film together at one time and it was a wonderful experience, one I will always treasure.

Back at Erez, within 15 minutes I was granted my clearance and I left. I’m lucky, I pretty much went when I liked where I liked. Khalid and the children however are stuck in Gaza with little hope of experiencing a freedom in life I so often take for granted.

Avigail Abarbanel, an Israeli-born Jewish writer, says: “Jewish Israel cannot be trusted to end this nightmare out of goodness of its heart. Israel is going very fast down the slippery slope of war crimes and human right violations. Despite its relentless protests and cries of ‘poor me’, Jewish Israel is morally bankrupt state that is rapidly loosing its legitimacy it should never have had in the first place”.


How You Can Help To donate to the children in this film, and for information on how to help them and others, please visit this website http://childrenofgazafund.org/

Freitag, 26. März 2010

John Pilger - Cambodia Year Zero


Am 18. März 1969 begannen amerikanische B52 Bomber den souveränen und neutralen Staat Kambodscha in die "Steinzeit" zurückzubomben.
100000 Tonnen Bomben wurden in den nächsten 14 Monaten über dem Land abgeworfen ein Äquivalent von 5 Hiroshimabomben.

In den darauf folgenden Wirren des Bürgerkrieges errangen am 17. April 1975 die Steinzeit-"Kommunisten" der Roten Khmer die Macht.

Bis zu einem Drittel der Gesamtbevölkerung fiel dem promaoistischen Terror zum Opfer oder verhungerte.

Die Dokumentation wurde in den Monaten kurz nach der Befreiung eines Großteils des Landes Dez. 1978 durch die vietnamesische Volksbefreiungsarmee 1979 gedreht.

Zu dem Zeitpunkt war das Land von jeder humanitären Hilfe (ausgenommen Vietnam) abgeschnitten, da die Großmächte es sich mit den Verbündeten der Roten Khmer der VR China nicht verderben wollten.
Auch vor 30 Jahren waren die Leben von Millionen nebensächlich im großen Schachspiel der Mächtigen.

Der britische Journalist John Pilger zeigt in bewegenden Bildern das Ausmaß der Katastrophe, die bis heute dort jeden Tag nachwirkt.



Ein weiterer sehenswerter Film zu der Thematik ist

The Killing Fields - Schreiendes Land

zum Anschauen (auf deutsch) bitte aufs Bild Klicken

Have a Nice World War, Folks



by John Pilger

Here is news of the Third World War. The United States has invaded Africa. US troops have entered Somalia, extending their war front from Afghanistan and Pakistan to Yemen and now the Horn of Africa. In preparation for an attack on Iran, American missiles have been placed in four Persian Gulf states, and “bunker-buster” bombs are said to be arriving at the US base on the British island of Diego Garcia in the Indian Ocean.



In Gaza, the sick and abandoned population, mostly children, is being entombed behind underground American-supplied walls in order to reinforce a criminal siege. In Latin America, the Obama administration has secured seven bases in Colombia, from which to wage a war of attrition against the popular democracies in Venezuela, Bolivia, Ecuador and Paraguay. Meanwhile, the secretary of “defence” Robert Gates complains that “the general [European] public and the political class” are so opposed to war they are an “impediment” to peace. Remember this is the month of the March Hare.



According to an American general, the invasion and occupation of Afghanistan is not so much a real war as a “war of perception”. Thus, the recent “liberation of the city of Marja” from the Taliban’s “command and control structure” was pure Hollywood. Marja is not a city; there was no Taliban command and control. The heroic liberators killed the usual civilians, poorest of the poor. Otherwise, it was fake. A war of perception is meant to provide fake news for the folks back home, to make a failed colonial adventure seem worthwhile and patriotic, as if The Hurt Locker were real and parades of flag-wrapped coffins through the Wiltshire town of Wooten Basset were not a cynical propaganda exercise.



“War is fun”, the helmets in Vietnam used to say with bleakest irony, meaning that if a war is revealed as having no purpose other than to justify voracious power in the cause of lucrative fanaticisms such as the weapons industry, the danger of truth beckons. This danger can be illustrated by the liberal perception of Tony Blair in 1997 as one “who wants to create a world [where] ideology has surrendered entirely to values” (Hugo Young, the Guardian) compared with today’s public reckoning of a liar and war criminal.



Western war-states such as the US and Britain are not threatened by the Taliban or any other introverted tribesmen in faraway places, but by the antiwar instincts of their own citizens. Consider the draconian sentences handed down in London to scores of young people who protested Israel’s assault on Gaza in January last year. Following demonstrations in which paramilitary police “kettled” (corralled) thousands, first-offenders have received two and a half years in prison for minor offences that would not normally carry custodial sentences. On both sides of the Atlantic, serious dissent exposing illegal war has become a serious crime.



Silence in other high places allows this moral travesty. Across the arts, literature, journalism and the law, liberal elites, having hurried away from the debris of Blair and now Obama, continue to fudge their indifference to the barbarism and aims of western state crimes by promoting retrospectively the evils of their convenient demons, like Saddam Hussein. With Harold Pinter gone, try compiling a list of famous writers, artists and advocates whose principles are not consumed by the “market” or neutered by their celebrity. Who among them have spoken out about the holocaust in Iraq during almost 20 years of lethal blockade and assault? And all of it has been deliberate. On 22 January 1991, the US Defence Intelligence Agency predicted in impressive detail how a blockade would systematically destroy Iraq’s clean water system and lead to “increased incidences, if not epidemics of disease”. So the US set about eliminating clean water for the Iraqi population: one of the causes, noted Unicef, of the deaths of half a million Iraqi infants under the age of five. But this extremism apparently has no name.



Norman Mailer once said he believed the United States, in its endless pursuit of war and domination, had entered a “pre-fascist era”. Mailer seemed tentative, as if trying to warn about something even he could not quite define. “Fascism” is not right, for it invokes lazy historical precedents, conjuring yet again the iconography of German and Italian repression. On the other hand, American authoritarianism, as the cultural critic Henry Giroux pointed out recently, is “more nuance, less theatrical, more cunning, less concerned with repressive modes of control than with manipulative modes of consent.”



This is Americanism, the only predatory ideology to deny that it is an ideology. The rise of tentacular corporations that are dictatorships in their own right and of a military that is now a state with the state, set behind the façade of the best democracy 35,000 Washington lobbyists can buy, and a popular culture programmed to divert and stultify, is without precedent. More nuanced perhaps, but the results are both unambiguous and familiar. Denis Halliday and Hans von Sponeck, the senior United Nations officials in Iraq during the American and British-led blockade, are in no doubt they witnessed genocide. They saw no gas chambers. Insidious, undeclared, even presented wittily as enlightenment on the march, the Third World War and its genocide proceeded, human being by human being.



In the coming election campaign in Britain, the candidates will refer to this war only to laud “our boys”. The candidates are almost identical political mummies shrouded in the Union Jack and the Stars and Stripes. As Blair demonstrated a mite too eagerly, the British elite loves America because America allows it to barrack and bomb the natives and call itself a “partner”. We should interrupt their fun.



Quelle: globalresearch

Freitag, 26. Februar 2010

NATO - LAIBACH


Die bewegende Rede von Christine Buchholz



Fraktion Die Linke wird aus dem "Kriegsparlament" ausgeschlossen.






Schämt Euch Ihr rückratlosen Wichte von den "Grünen" und den "Sozialdemokraten"!

Update:

Namentliches Ergebnis der Afghanistan-Abstimmung

Klick

Mister Uranmunition is good for you Tom Koenigs von den "Grünen" hat natürlich mit Ja gestimmt.

Samstag, 20. Februar 2010

Demonstration gegen den Afghanistankrieg 20.2.2010 in Berlin



Unter dem Motto: Dem Frieden eine Chance - Truppen raus aus Afghanistan! demonstrierten heute ca. 3000 Menschen aus über 100 Städten der BRD in Berlin gegen den Afghanistankrieg mit deutscher Beteiligung.



Die etwa einstündige Auftaktkundgebung fand auf dem Bebelplatz visavis der Humboldt-Uni statt. Redner und Rednerinnen forderten den sofortigen Abzug aller Besatzungstruppen aus der Region. In emotionalen Reden entlarvten SprecherInnen die Lügen der herrschenden Klasse.
http://bit.ly/9EfrEJ



Danach zog die bunte Demonstration unter Rufen "Hoch die internationale Solidarität", "Deutsche Truppen Deutsches Geld morden mit in aller Welt"
lautstark und kämpferisch von Unter den Linden bis zum deutschen Bundestag.

An die Abgeordneten der Kriegsparteien im Bundestag ("Die Grünen", SPD, CDU/CSU, FDP) wurde appeliert bei der Abstimmung zur Ausweitung des
"Afghanistaneinsatzes" nächste Woche mit NEIN zu stimmen.



Andere Demonstranten informierten über die Schrecken der ca. 1500 Tonnen Uranmunition die bisher im Afghanistankrieg verschossen wurden, die ganze Regionen und Trinkwasserreservoire(Tora-Bora) für unbestimmte Zeit verseucht haben.
http://video.google.com/videoplay?docid=8192977154296057254#



Insgesamt eine sehr schöne und kraftvolle und buntgewürfelte Demo von christlichen Friedensaktivisten bis zu autonomen Anti-Nato-Aktivisten.





Jetzt nochmal an den geneigten Leser:

Zur nächsten Demo kommst auch DU man/frau!!!
Wir sind im Krieg und Deutschland sucht den Superstar oder was.
3000 fand ich etwas enttäuschend.

Freitag, 19. Februar 2010

Nato-Verbrechen in Afghanistan


USA und Nato sind in Afghanistan abgesehen von strikt kontraproduktiver Politik in mindestens 3 Verbrechenstypen verwickelt:

-Verwendung von Uranwaffen

-Mord an Zivilisten mit Bomben, Raketen und leichteren Waffen

-Begünstigung von und enge Zusammenarbeit mit Drogenwarlords

Das deutsche Bundeskabinett, wie alle Nato-Regierungen, bietet zur Begründung des Kriegseinsatzes in Afghanistan sieben Standard-Behauptungen an, die eines gemeinsam haben: Sie stimmen nicht. Der folgende Kurzfilm nennt die vielfach belegten Tatsachen - alle Quellenverweise finden Sie im Buch: "Afghanistan-Pakistan: Nato am Wendepunkt" von Christoph Hörstel (Berlin, 2010)

Alltag in Talibanistan

Ein im Gegensatz zu dem üblichen pseudokritischen Desinfomüll des ARD-Weltspiegel realistischer Bericht aus Afghanistan vom 10.1.2010.





Im Süden Afghanistans fährt eine reiche Geschäftsfrau in ein Flüchtlingscamp. Sie will sich einen Sohn kaufen, weil sie selbst kein Kind bekommen kann. Was für ein Elend, jammert der Vater, verkauft seinen Sohn aber trotzdem. Die Geschäftsfrau ist zufrieden. Der hübsche Junge ist seinen Preis von umgerechnet 1.500 Dollar wert. Nur kurz darf der 11-jährige Amir von Vater und Mutter Abschied nehmen.

Der Vater erzählt: "Ich habe ein Stück von meinem Herzen verkauft. Aber ich muss auch noch vier andere Kinder ernähren. Und für die habe ich kein Geld. Und außerdem bin ich krank. Meine Nieren versagen."

Die Schutztruppe schützt sich selbst

Nicht weit entfernt, auch im Süden Afghanistans. Ein schwer gepanzerter Konvoi der Internationalen Schutztruppe und der Afghanischen Armee quält sich auf einer staubigen Straße zehn Kilometer durch Taliban-Gebiet. Insgesamt 900 Soldaten sind an dieser Operation beteiligt. Hubschrauber geben Geleitschutz - so gefährlich ist die Mission. Im neu aufgebauten Vorposten werden dann nur Wasserflaschen entladen. Die ganze Aktion hat weit über eine Million Dollar gekostet.

Zwei Beispiele für den Wahnsinn in Afghanistan: Kinder werden öffentlich verkauft, und die Internationale Schutztruppe muss vor allem sich selbst beschützen.

Die Warlords haben das Land im Griff

Derweil verteilt einer Geldscheine an die Kinder von Bedürftigen. Kommandant Abdullah, ein gerade mal 35-jähriger Warlord, ist hier der Herrscher und ständig begleitet von bewaffneter Entourage. Er hat das Sagen, unbehelligt von der afghanischen Polizei und der Internationalen Schutztruppe. Abdullahs Gebiet ist etwa so groß wie das Land Bremen. 20.000 Menschen leben hier, vor allem Kleinbauern. Sie müssen an den Herrscher Geld oder einen Teil ihrer Ernte abführen - Zwangssteuern für den Paten.

Eigentlich schulde er Abdullah gar nichts, so ein Bauer. Das sei reine Erpressung und Abdullah kenne nur Gewalt. Alle hier seien Opfer seiner Brutalität.

Das Militär ist schlecht bezahlt

Die 101. Infantrie-Division der afghanischen Nationalarmee, aufgebaut, trainiert und finanziert vom Ausland, gilt als die Elitetruppe. Diese Männer hier sollen Macht ausüben im Auftrag der Regierung Karsai. Aber sie sind ein krasser Ausfall. In der Kaserne lassen sie ihren ganzen Frust raus. Sie bekämen nur 100 Dollar Grundgehalt pro Monat. Bei den Taliban könnten sie das Dreifache verdienen. Aber nicht nur das: Die afghanische Armee hat so gut wie keine schweren Waffen, und was da ist, ist restlos veraltet, stammt aus der russischen Besatzungszeit vor 30 Jahren. Vor der Kamera beklagen sich Offiziere ganz offen. Sie müssten in primitiven Pick-Ups durch verminte Gegenden fahren, vorbei an Taliban-Hinterhalten, völlig ungeschützt.

In das Machtvakuum, das Regierung und Armee hinterlassen, stoßen die Taliban hinein. Offen und fast schon offiziell haben sie vielerorts ihr Parallel-Regime errichtet.

Kindesentführungen reicher Afghanen nehmen zu

Endlich mal ein Erfolg für die afghanische Polizei. Sie nehmen Geiselnehmer fest, die Kinder reicher Afghanen entführt haben. Leute sind im Land der Gesetzlosigkeit zu einem regelrechten Volkssport geworden. "Wir treffen keine Armen, sondern nur die Reichen, die ausländische Hilfsgelder für sich behalten und nicht dem Volk gegeben haben. Wir entführen die Kinder dieser Leute. Wollen uns das Geld holen, das die gestohlen haben", so die Entführer.

Zurück ins Reich des skrupellosen Kommandanten Abdullah. Er genießt seine Droge. Je schlechter es Afghanistan geht, umso higher kann er sich fühlen. Je mehr Chaos, umso besser laufen die Geschäfte. Ungeniert wird Limo mit hochprozentigem Whiskey gemischt. Abdullah schmeißt mal wieder eine Party. Weil Frauen in Afghanistan dabei nicht mitmachen dürfen, werden als Grazien verkleidete Schwule aus Pakistan herübergeholt. Die ersetzen auf dieser Fete die Damen. Je später der Abend, umso wilder die Tänze und umso ausgelassener die Stimmung.

Derweil wollen Amerikaner auf einem modernen Tieflader einen alten russischen Panzer wegschleppen. Doch der Tieflader schafft es nicht, der Panzer muss wieder runter. Irgendwie bekommen die Afghanen das militärische Fossil dann doch noch flott, rattern lärmend davon. Und zerstören mit den Panzerketten den Belag der ganz neuen Straße – die war auch von den Deutschen mitbezahlt worden. Eine Szene mit Symbolkraft.

Bericht: Christoph Lütgert