Montag, 5. April 2010

Wikileaks zeigt Ermordung von Reuters Journalisten



Im folgenden Video sieht man wie über ein Dutzend Zivilisten aus einem Hubschrauber mit Maschinengewehrfeuer niedergemetzelt werden, einschliesslich zwei Reuters Journalisten. Das Ereignis fand in Bagdad am 12. Juli 2007 statt. Man sieht die Aufnahme aus der Sicht des Schützen in einem US-Apache-Helikopter.

Das US-Militär behauptet, die Opfer starben bei einem Gefecht zwischen US-Streitkräften und Freischärlern. Die Aufnahmen zeigen aber ganz etwas anderes. Sie waren ahnungslos und wurden kaltblütig aus der Luft mit Maschinengewehrsalven ermordet.

Sogar herbeigeeilte Helfer in einem Kleinbus, die versuchen die Verletzten zu bergen, werden aus der Luft niedergemäht. Dabei werden zwei Kinder die im Fahrzeug sitzen ebenfalls schwer verletzt. Von einer Bedrohung oder Waffen keine Spur.

Ein Panzer der US-Armee rollt dann später über die verstreuten Leichen und die Besatzung lacht sogar.

Man hört den Funkverkehr zwischen dem Kommando und den Schützen:

"Alle sind aufgereiht."
"Los, schiess endlich!"
"Schiess weiter!"
"Ha, Ha, ich hab sie erwischt!"
"Einige Leichen liegen rum."
"Wir haben acht Typen erwischt."
"Ja, da krabbelt einer noch da unter rum."
"Wir werden noch ein Paar erschiessen."
"Hey, du schiesst und ich rede."
"Oh, ja schaut euch diese toten Bastarde an."
"Schön, schön. Gut geschossen."
"Danke."

Reuters hat vergeblich versucht die Aufnahmen durch einen "Freedom of Information Act" zu bekommen, was verweigert wurde. Das Video wurde von Militärpersonal Wikileaks zugespielt, sie haben es decodiert und heute bei einer Pressekonferenz in Washington gezeigt.



Reuters verlangte eine Untersuchung in die Tötung. Das US-Militär kam aber zum Schluss, die Handlungen der involvierten Soldaten und Piloten wären in Einklang mit den Gesetzen eines bewaffnete Konflikts und ihren Einsatzregeln.

Die Namen der ermordeten Zivilisten ist unbekannt. Bei den beiden Mitarbeitern der Nachrichtenagentur Reuters handelt es sich um Saeed Chmagh und Namir Noor-Eldeen. Der 40-jährige Sameed Chamagh hinterlässt eine Frau und vier Kinder. Namir Noor-Eldee war 22, kam aus einer Familie von Journalisten und wurde als einer der besten Kriegsfotografen im Irak eingeschätzt.

Die getöteten Journalisten haben nur ihre Arbeit gemacht, haben ihr Leben riskiert, um über den Krieg im Irak zu berichten. Seit Beginn des Krieges 2003 bis 2009 sind 139 Journalisten gestorben.

Quelle:

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/04/wikileaks-zeigt-ermordung-von-reuters.html


weitere Infos:

http://collateralmurder.com/

Kommentar John Nada:

Schwer bei diesen Bildern ruhig zu bleiben, Kurt Tucholsky hatte recht -

Soldaten sind Mörder

Kommentare:

euroweld hat gesagt…

Mir ist übel geworden. Wie können wir angesichts der Tatsache noch ruhig bleiben, das unsere Bundesregierung trotz aller Beweise für Kriegsverbrechen der Amerikaner, diese immer noch unterstützen?

Das war ganz klarer MORD!

Der Oberbefehlshaber dieser Streitkräfte gehört vor ein Internationales Gericht! Leider handelt es sich dabei um den Friedensnobelpreisträger Obama. Somit wird nichts geschehen und unsere Bundesregierung wird weiterhin Waffen exportieren um in den nächsten Jahren den 2. Platz der Weltrangliste der Waffenexporteure einzunehmen.

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Soundchiller hat gesagt…

Wir sollten eine Mailaktion an den Bundestag lostreten und denen das tagtäglich unter die Nase reiben, bis sie es endlich im Mainstream bringen müssen, da sie sonst völlig jegliche Glaubwürdigkeit verlieren.

Raus aus Afghanistan!!!
http://nutze-deine-freiheit.blogspot.com/2010/02/friedensbewegung-in-berlin.html

Soundchiller hat gesagt…

ok, war etwas vorschnell, der meinstream ist halt etwas träger, süddeutsche und welt haben vorgelegt, mal schaun wie es sich weiter entwickelt...

John Nada hat gesagt…

@soundchiller trotzdem hat ja echt gedauert, ELENDE MEDIENNUTTEN!

Da traut sich keiner Piep zu sagen bevor nicht die Absegnung aus "höheren Kreisen" kommt.

Keiner, nicht Taz, nicht Junge Welt, nicht Süddeutsche oder Deutsche Welle, elende Schmierenkommödianten ihr seid so lächerlich.